Metaphysik

Metaphysik ist die Grundlagendisziplin der Philosophie (daher auch ihre Bezeichnung »prima philosophia«). Sie fragt nach den letzten Gründen, Prinzipien und Grundstrukturen des Wissens und der Wirklichkeit als ganzer. Ihre Ausrichtung ist daher systematisch; sie beschreibt die Voraussetzungen (begrifflichen Fundamente) der speziellen Disziplinen der Philosophie wie auch der Einzelwissenschaften. Traditionell versteht man unter Metaphysik in erster Linie die Ontologie. Das Netzwerk legt hingegen einen besonderen Fokus auf die transzendentalphilosophische Version der Metaphysik, welcher sich im Gegensatz zu den ontologischen durch einen radikal-selbstbezüglichen Anspruch auszeichnet, selbst noch die eigenen begrifflichen Voraussetzungen einer Prüfung und Begründung zu unterziehen. So verstanden kann die transzendentalphilosophische Variante der Metaphysik dem Dogmatismus entgegengesetzt werden.

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Forschungsprojekte

Die Logik der Vernunft: Die dritten Momente in der Logik Kants.

Magister / Master / Diplom Dipl. (FH), M.A. Martin Hammer
Laufzeit: 1.01.2015 - 1.08.2015

Eine logische Diskussion der kantischen Logik anhand der dritten Moments der Urteilstafel mit entwicklungsgeschichtlichem Schwerpunkt.

Ein Macht- und Methoden-Streit um die Philosophie: Der Plagiatsvorwurf gegen I.H. Fichte

Magister / Master / Diplom Eva Schneider, M.A.
Laufzeit: 1.05.2013 - 18.10.2013

Philosophy and Performativity

Wissenschaftliches Projekt Dr. Alessandro Giovanni Bertinetto, Dr. Augustin Dumont, Prof. Dr. Laurent Van Eynde
Laufzeit: 1.03.2013 - 31.03.2013

Überlegungen über die vielfachen philosophischen Gebräuche der Performativität, und Auseinandersetzungen mit Ästhetik, Filmtheorien, Bildtheorien und Sprachtheorien.

Das Leben denken

Promotion Fabio La Stella
Laufzeit: 1.01.2013 - 1.01.2016

Organismus der Zeiten. Zur Eigenzeit des Lebendigen im Ausgang von Schellings Weltalter-Fragmenten

Promotion Peter Neumann, M.A.
Laufzeit: 1.10.2012 - 30.09.2015

Ob dem Individuum eine adäquate Beurteilung in Raum und Zeit zu Teil werden kann, ist ein grundlegendes Problem, das sich aus den Aporien des transzendentalen Idealismus ergibt. Schellings Theorie der ‚organischen Zeit’ versucht das Verhältnis von Begriff und Anschauung neu zu bestimmen und auf diese Weise eine betont lebenspraktische Antwort auf die Individuationsproblematik zu geben.

Der Wille und das Ding an sich. Schopenhauers Willensmetaphysik in ihrem Bezug zu Kants kritischer Philosophie und dem nachkantischen Idealismus

Promotion Manja Kisner
Laufzeit: 1.10.2012 - 1.10.2016

Das Forschungsziel des Promotionsvorhabens ist die systematische Erörterung des Willensbegriffs in der Philosophie Arthur Schopenhauers, insbesondere in der Beziehung zu Kants Auffassung des Dinges an sich wie auch in Bezug zum nachkantischen Idealismus Fichtes und Schellings und zu deren Einfluss auf Schopenhauer.

Erinnerung und Geschichte: Schelling und Koselleck

Wissenschaftliches Projekt Dr. Ana Carrasco-Conde
Laufzeit: 1.01.2012 - 1.01.2015

Zurzeit behandelt meine Forschungslinie den Zusammenhang zwischen Erinnerung und Geschichte und den Einfluss des Geschichtsbewusstseins in der Bildung der Subjektivität. Die Schlusssteine meines Forschung sind F.W.J. Schelling und Reinhart Moselleck.

„Ich halte viel aufs Schauen“. Goethes Konzeption des ‚anschauenden Denkens’

Magister / Master / Diplom Peter Neumann, M.A.
Laufzeit: 15.11.2011 - 15.05.2012

Wo Kant Begriff und Anschauung kategorial voneinander trennt, versucht Goethe ihre Einheit über die Praxis der Naturforschung einzuholen. Die Methodologie seines ‚anschauenden Denken’ lässt sich als eigenständiger Beitrag zum Problembestand der nachkantischen Philosophie verstehen.

Inferenz und Erfahrung: Bausteine für eine neue Theorie der Zeitwahrnehmung

Habilitation Dr. Teresa Pedro
Laufzeit: 1.01.2011 - 1.01.2011

Ziel ist es, ein Modell der Zeitwahrnehmung zu entwickeln, das in der Lage ist zu erklären, wie wir Zeit in Filmen wahrnehmen.

Die Verkörperung der Vernunft. Das Verhältnis von Sinnlichkeit und Begrifflichkeit im Lichte von Kants Schematismus-Lehre.

Promotion Lidia Gasperoni, M.A.
Laufzeit: 1.10.2010 - 1.10.2013

Die Dissertation soll einen Beitrag leisten zum philosophischen Problem der Beziehung von Geist und Körper, ausgehend von Kant, zugleich aber mit einem Fokus auf zeitgenössische Erkenntnistheorien.