Ontologie
Ontologie wird im Allgemeinen die Wissenschaft vom Sein genannt. Darunter versteht man die Ermittlung von denjenigen Bestimmungen, die jedem Seienden zukommen, insofern es ist. Häufig bezeichnet Ontologie auch eine philosophische Position, die von der These ausgeht, man könne objektive, d.h. von subjektiven Konstitutionsleistungen unabhängige Aussagen über das Sein »an sich« treffen. Gegen diese Ansicht gibt es spätestens seit Kant Einwände, die in der klassischen deutschen Philosophie nach Kant zu der systematischen Gegenposition einer Bewusstseinsphilosophie ausgeweitet wurden. Diese Richtungen bemühen sich zu zeigen, dass objektive und subjektive Konstitutionsleistungen nur in ihrer Wechselbestimmung innerhalb eines subjektiv-objektiven Bewusstseinsvollzugs sinnvoll behandelt werden können. Die Problemstellungen der letzteren stehen im Zentrum der Aufmerksamkeit des Netzwerks.
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Forschungsprojekte
Organismus der Zeiten. Zur Eigenzeit des Lebendigen im Ausgang von Schellings Weltalter-Fragmenten
Ob dem Individuum eine adäquate Beurteilung in Raum und Zeit zu Teil werden kann, ist ein grundlegendes Problem, das sich aus den Aporien des transzendentalen Idealismus ergibt. Schellings Theorie der ‚organischen Zeit’ versucht das Verhältnis von Begriff und Anschauung neu zu bestimmen und auf diese Weise eine betont lebenspraktische Antwort auf die Individuationsproblematik zu geben.
Hegels prozessuale Ontologie des Normativen: Zur Realität und Relativität der Moral in Hegels System
Die Rechtsphilosophie Hegels als kritischer Beitrag zur gegenwärtigen metaethischen Debatte um den ontologischen Status der Moral.
Die Achtung der Vernunft. Zum Verhältnis von Anthropologie und Metaphysik in Kants Theorie des moralischen Gefühls der Achtung
Eine historisch-systematische Untersuchung der Kantischen Theorie des moralischen Gefühls der Achtung.
Amphibolie der Reflexionsbegriffe und Transzendentale Reflexion. Das Kapitel „Von der Amphibolie der Reflexionsbegriffe“ in Kants Kritik der reinen Vernunft
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Kapitel »Von der Amphibolie der Reflexionsbegriffe« in Kants Kritik der reinen Vernunft, insbesondere mit der von Kant dort behandelten transzendentalen Reflexion.
Point de vue transcendantal et philosophie appliquée chez J.G.Fichte. Le perspectivisme transcendantal comme épistémologie critique de l’éthique appliquée
Bei Fichte ist das systematische Problem der empirischen (politischen) Anwendung des transzendentalen Standpunktes von der transzendentalen Perspektivität der Wissenschaftslehre sowohl spekulativ begründet als auch heuristisch dynamisiert. Dieser transzendentale Perspektivismus sollte aktualisiert und ergänzt werden, um die Grundlage einer kritischen Epistemologie der angewandten Ethik im politischen Bereich zu konstituieren.
Das Sehnen in Fichtes Wissenschaftslehre von 1794
Im praktischen Teil der Wissenschaftslehre von 1794 entwickelt Fichte aus der Dynamik des ursprünglichen Seins heraus eine Theorie des Strebens, Triebes und schließlich des Sehnens, die völlig konträr ist zu Schellings Theorie der Sehnsucht in der Freiheitsschrift. Wenn Fichte in seiner Theorie des Sehnens lediglich die Voraussetzung unserer Intentionalität denkt, dann können wir dem Sehnen einen erkenntnistheoretischen Charakter beimessen, wohingegen die Sehnsucht bei Schelling eine ontologische, ja kosmologische Dimension erreicht.
Kritische Metaphysik der Substanz. Kant im Widerspruch zu Leibniz
Gegenstand der Arbeit ist der Kantische Substanzbegriff, der vor dem Hintergrund der Leibniz-Wolffschen Philosophie untersucht wird.
L’histoire chez Fichte: du spéculatif à l’engagement concret. La fonction médiatrice de la philosophie de l’histoire dans le »Caractère de l’époque actuelle« (1804-5)
Rekonstruktion der Geschichtsphilosophie Fichtes in den „Grundzügen des gegenwärtigen Zeitalters“. Die Notwendigkeit des Weltplans ist nicht der absoluten Freiheit des Wissens entgegengesetzt, sondern sie ist in ihr begründet.
Kritik und Wissen im Werk Schellings (Critique et science dans l’ œuvre de Schelling)
Es geht um die Frage, inwiefern das System Schellings als eine Antwort auf die kritischen Fragen Kants zu betrachen ist.
Die Ontologie in der Kritik der reinen Vernunft
Analyse von Kants Definitionen der Begriffe: Ontologie, Transzendentalphilosophie und Logik im Hinblick auf die Frage: „Was ist in der Kritik der reinen Vernunft aus der Ersten Philosophie geworden?“


