Transzendentalphilosophie

Die Transzendentalphilosophie entwickelt sich seit Descartes durch die methodische Reflexion auf die konstitutiven Leistungen der Subjektivität, besser gesagt, der für alles Bewusst-Sein kennzeichnenden Subjekt-Objektivität für das Welt- und Selbstverständnis. In der Philosophie Kants erhält die Transzendentalphilosophie eine metaphysikkritische Wende. Gesichertes Wissen muss sich nicht nur an der empirischen Wirklichkeit erweisen, sondern bedarf ebenso der Rückversicherung durch eine transzendentallogisch fundierte Subjektivität, die die begründenden Funktionen der Wirklichkeits- und Moralkonstitution trägt. Im Deutschen Idealismus wurde ausgehend von den Kantischen Annahmen versucht, neue Formen einer kritischen Metaphysik zu entwickeln, die durch rekursiv-dialektische Argumentationsweisen darauf ausgehen, die dogmatischen Gestalten und Inhalte der traditionellen Metaphysik in eine wissenschaftlich, d.h. allgemein nachvollziehbare Form zu bringen. Insbesondere ist hier die Wissenschaftslehre Fichtes zu erwähnen, mit der eine rein transzendental-systematische Metaphysikkonzeption vorliegt. Das Netzwerk legt einen Schwerpunkt auf die Erforschung systematischer Transzendentalphilosophie, um die begrifflichen Instrumentarien der klassischen Philosophie zu erhalten und weiterzuentwickeln und so ihre systematische Leistungsfähigkeit in die gegenwärtigen Diskurse einzubringen.

Wir verweisen auf den vertiefenden Lexikoneintrag Transzendentalphilosophie, an dessen Gestaltung wir Sie herzlich einladen mitzuarbeiten. Senden Sie uns einfach Ihren qualifizierten Beitrag!

Forschungsprojekte

Die Logik der Vernunft: Die dritten Momente in der Logik Kants.

Magister / Master / Diplom Dipl. (FH), M.A. Martin Hammer
Laufzeit: 1.01.2015 - 1.08.2015

Eine logische Diskussion der kantischen Logik anhand der dritten Moments der Urteilstafel mit entwicklungsgeschichtlichem Schwerpunkt.

Ein Macht- und Methoden-Streit um die Philosophie: Der Plagiatsvorwurf gegen I.H. Fichte

Magister / Master / Diplom Eva Schneider, M.A.
Laufzeit: 1.05.2013 - 18.10.2013

Philosophy and Performativity

Wissenschaftliches Projekt Dr. Alessandro Giovanni Bertinetto, Dr. Augustin Dumont, Prof. Dr. Laurent Van Eynde
Laufzeit: 1.03.2013 - 31.03.2013

Überlegungen über die vielfachen philosophischen Gebräuche der Performativität, und Auseinandersetzungen mit Ästhetik, Filmtheorien, Bildtheorien und Sprachtheorien.

Das Leben denken

Promotion Fabio La Stella
Laufzeit: 1.01.2013 - 1.01.2016

Organismus der Zeiten. Zur Eigenzeit des Lebendigen im Ausgang von Schellings Weltalter-Fragmenten

Promotion Peter Neumann, M.A.
Laufzeit: 1.10.2012 - 30.09.2015

Ob dem Individuum eine adäquate Beurteilung in Raum und Zeit zu Teil werden kann, ist ein grundlegendes Problem, das sich aus den Aporien des transzendentalen Idealismus ergibt. Schellings Theorie der ‚organischen Zeit’ versucht das Verhältnis von Begriff und Anschauung neu zu bestimmen und auf diese Weise eine betont lebenspraktische Antwort auf die Individuationsproblematik zu geben.

Schopenhauers Willensmetaphysik in ihrem Bezug zu Kants kritischer Philosophie und dem nachkantischen Idealismus

Promotion Manja Kisner
Laufzeit: 1.10.2012 - 1.10.2015

Das Forschungsziel des Promotionsvorhabens ist die systematische Erörterung des Willensbegriffs in der Philosophie Arthur Schopenhauers, insbesondere in der Beziehung zu Kants Auffassung des Dinges an sich wie auch in Bezug zum nachkantischen Idealismus Fichtes und Schellings und zu deren Einfluss auf Schopenhauer.

„Ich halte viel aufs Schauen“. Goethes Konzeption des ‚anschauenden Denkens’

Magister / Master / Diplom Peter Neumann, M.A.
Laufzeit: 15.11.2011 - 15.05.2012

Wo Kant Begriff und Anschauung kategorial voneinander trennt, versucht Goethe ihre Einheit über die Praxis der Naturforschung einzuholen. Die Methodologie seines ‚anschauenden Denken’ lässt sich als eigenständiger Beitrag zum Problembestand der nachkantischen Philosophie verstehen.

Die Verkörperung der Vernunft. Das Verhältnis von Sinnlichkeit und Begrifflichkeit im Lichte von Kants Schematismus-Lehre.

Promotion Lidia Gasperoni, M.A.
Laufzeit: 1.10.2010 - 1.10.2013

Die Dissertation soll einen Beitrag leisten zum philosophischen Problem der Beziehung von Geist und Körper, ausgehend von Kant, zugleich aber mit einem Fokus auf zeitgenössische Erkenntnistheorien.

Der Begriff »transzendental« bei Kant

Habilitation Michael Nerurkar, M.A.
Laufzeit: 1.09.2010 - 1.09.2010

Untersuchung des Begriffs »transzendental« in Kants kritischer Philosophie

Das Konzept des Transzendentalen in der Praktischen Philosophie. Zum Begriff des Willens bei Kant

Promotion M. A. Philipp Richter
Laufzeit: 1.09.2010 - 1.09.2010

Methodologische Untersuchung der Argumentations-Struktur in Kants praktischer Philosophie (GMS; KpV).