Metaphysik

Metaphysik ist die Grundlagendisziplin der Philosophie (daher auch ihre Bezeichnung »prima philosophia«). Sie fragt nach den letzten Gründen, Prinzipien und Grundstrukturen des Wissens und der Wirklichkeit als ganzer. Ihre Ausrichtung ist daher systematisch; sie beschreibt die Voraussetzungen (begrifflichen Fundamente) der speziellen Disziplinen der Philosophie wie auch der Einzelwissenschaften. Traditionell versteht man unter Metaphysik in erster Linie die Ontologie. Das Netzwerk legt hingegen einen besonderen Fokus auf die transzendentalphilosophische Version der Metaphysik, welcher sich im Gegensatz zu den ontologischen durch einen radikal-selbstbezüglichen Anspruch auszeichnet, selbst noch die eigenen begrifflichen Voraussetzungen einer Prüfung und Begründung zu unterziehen. So verstanden kann die transzendentalphilosophische Variante der Metaphysik dem Dogmatismus entgegengesetzt werden.

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Forschungsprojekte

Critique et Science: Etude sur la transformation du criticisme dans les premiers écrits de F. W. J. Schelling

Promotion Dr. Teresa Pedro
Laufzeit: 1.11.2004 - 31.07.2009

Gefragt wird nach dem Status der Philosophie des jungen Schelling als nach-kantische Philosophie

Die Transformation des Gegebenen – Zu den Möglichkeitsbedingungen des Empirischen bei Kant und Fichte

Magister / Master / Diplom Prof. Dr. Patrick Grüneberg
Laufzeit: 1.01.2004 - 31.07.2005

Kritischer Vergleich der theoretischen Philosophie Kants mit der theoretischen Philosophie Fichtes in der Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre

Über das Schicksal: Unterschiedliche Reflexionen darüber, untersucht an der Schrift ‚De Fato’ des Alexander von Aphrodisias

Magister / Master / Diplom Dr. des Andree Hahmann
Laufzeit: 15.11.2003 - 15.05.2004

Die Arbeit widmet sich der Schrift De fato des Alexander von Aphrodisias. Das Buch hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Determinismusdebatte der nachfolgenden Jahrhunderte ausgeübt.

L’histoire chez Fichte: du spéculatif à l’engagement concret. La fonction médiatrice de la philosophie de l’histoire dans le »Caractère de l’époque actuelle« (1804-5)

Magister / Master / Diplom Quentin Landenne, M.A.
Laufzeit: 14.11.2003 - 14.11.2005

Rekonstruktion der Geschichtsphilosophie Fichtes in den „Grundzügen des gegenwärtigen Zeitalters“. Die Notwendigkeit des Weltplans ist nicht der absoluten Freiheit des Wissens entgegengesetzt, sondern sie ist in ihr begründet.

Der aufgehende Rest in der Romantik. Schelling und die Frühromantik

Magister / Master / Diplom Dr. Ana Carrasco-Conde
Laufzeit: 1.09.2003 - 30.06.2004

Die Arbeit behandelt die Frage des Zusammenhangs zwischen der Philosophie des Absoluten bei Schelling und der deutschen Romantik

Die Glückswürdigkeit bei Kant und Fichte

Magister / Master / Diplom Kai U. Gregor, M.A.
Laufzeit: 15.02.2003 - 15.05.2003

Diese Studie untersucht das Verhältnis von Moralität und Erfüllung in der Praktischen Philosophie bei Immanuel Kant und Johann Gottlieb Fichte: im Mittelpunkt steht bei Kant die Kritik der praktischen Vernunft und bei Fichte die Anweisung zum seligen Leben.

Le problème du mal dans les Recherches philosophiques sur l’essence de la liberté humaine de F. W. J. Schelling

Magister / Master / Diplom Dr. Teresa Pedro
Laufzeit: 1.10.2002 - 30.09.2003

F.W.J Schelling: On the Concept of the Absolute and Its Different Idealistic Expressions

Magister / Master / Diplom Dr. Ezequiel L. Posesorski
Laufzeit: 1.01.2002 - 1.01.2004

Die Ontologie in der Kritik der reinen Vernunft

Promotion Dr. Elena Ficara
Laufzeit: 1.10.2001 - 31.07.2006

Analyse von Kants Definitionen der Begriffe: Ontologie, Transzendentalphilosophie und Logik im Hinblick auf die Frage: „Was ist in der Kritik der reinen Vernunft aus der Ersten Philosophie geworden?“

Der Ursprung des Selbstbewusstseins. Eine synoptische Lesart der Wissenschaftslehre J.G. Fichtes

Magister / Master / Diplom Dr. Christoph Binkelmann
Laufzeit: 1.04.2001 - 1.10.2001

Die reflexionstheoretischen Probleme der frühen Selbstbewusstseinsphilosophie Fichtes, die Dieter Henrich aufgewiesen haben, löst Fichte durch eine zweifache Strategie: mittels der Konzeption der intellektuellen Anschauung und dem praktischen Weltverhältnis. Insbesondere die praktische »Lösung« hat Henrich nicht beachtet. Diesen Nachweis unternimmt die Arbeit.