Metaphysik

Metaphysik ist die Grundlagendisziplin der Philosophie (daher auch ihre Bezeichnung »prima philosophia«). Sie fragt nach den letzten Gründen, Prinzipien und Grundstrukturen des Wissens und der Wirklichkeit als ganzer. Ihre Ausrichtung ist daher systematisch; sie beschreibt die Voraussetzungen (begrifflichen Fundamente) der speziellen Disziplinen der Philosophie wie auch der Einzelwissenschaften. Traditionell versteht man unter Metaphysik in erster Linie die Ontologie. Das Netzwerk legt hingegen einen besonderen Fokus auf die transzendentalphilosophische Version der Metaphysik, welcher sich im Gegensatz zu den ontologischen durch einen radikal-selbstbezüglichen Anspruch auszeichnet, selbst noch die eigenen begrifflichen Voraussetzungen einer Prüfung und Begründung zu unterziehen. So verstanden kann die transzendentalphilosophische Variante der Metaphysik dem Dogmatismus entgegengesetzt werden.

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Forschungsprojekte

Kritik und Freiheit. Hegels Begriff absoluten Wissens als Bedingung von Rationalität

Promotion Jan-Philipp Disselbeck, M.A.
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999

Die Arbeit soll zeigen, dass Hegels Begriff absoluten Wissens eine notwendige Bedingung gelingender Anerkennungsbeziehungen ist. Daraus ergibt sich eine komplexe Theorie der sozialen Strukturen von Rationalität, welche sich jenseits der gegenwärtig verhandelten Explikationsansätze bewegt.

Kommunikationstheorie

Wissenschaftliches Projekt Prof. em. Dr. Dietrich Krusche
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999

Karl Bühler und seine Bezugnahme auf Kants Transzendentale Ästhetik

Wissenschaftliches Projekt Prof. em. Dr. Dietrich Krusche
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999

„Übergang von Moralität zu Sittlichkeit in Hegels Rechtsphilosophie“

Magister / Master / Diplom Dr. Kazimir Drilo
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999

Interpretation des Paragraphen 141 aus Hegels Philosophie des Rechts. Frage nach dem Mangel der Moralität und der Notwendigkeit des Übergangs zur Sittlichkeit.

„Leben aus der Perspektive des Absoluten. Perspektivwechsel und Aneignung in der Philosophie Hegels“

Promotion Dr. Kazimir Drilo
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999

Entwicklung des Zusammenhangs vom Lebensbegriff und dem Begriff des Absoluten von der Differenzschrift bis zur Phänomenologie des Geistes. Einheit von Erkennen und Leben.

„Das Zusammenspiel von Spekulation und Vorstellung in Hegels enzyklopädischem System“

Wissenschaftliches Projekt Dr. Kazimir Drilo
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999

Das Verhältnis von Spekulation und Vorstellung in Hegels Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften.

Negative Erkenntnis: Die Theorie des Irrtums und die Logik des Scheins bei Lambert und Kant.

Promotion Dipl. (FH), M.A. Martin Hammer
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999

Karl Wilhelm Ferdinand Solger: Ausgewählte Werke mit biographischer Einleitung, erläuternden Erklärungen und wissenschaftlichem Kommentar. DFG-Stipendium

Publikationsprojekt Prof. Dr. Christoph Asmuth
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999

Die von Karl Wilhelm Ferdinand Solger selbst zum Druck gebrachten Werke werden in einer zuverlässigen Ausgabe wieder zugänglich gemacht. Die Ausgabe wird im wesentlichen die veröffentlichten Schriften Solgers neu präsentieren.

Der Begriff der Materie und die körperliche Substanz bei G.W.Leibniz

Magister / Master / Diplom Ansgar Lyssy, M.A.
Laufzeit: 30.11.1999 - 30.11.1999

Forschungsveranstaltungen

Der Anfang der Weltalter (1811) - Sommerkurs »Klassische deutsche Philosophie«

Workshop Dr. Christoph Binkelmann, Peter Neumann, M.A., Dr. Vicki Müller-Lüneschloß
Laufzeit: 30.01.2018 - 1.10.2018

Im September 1810 erwähnt Schelling zum ersten Mal ein philosophisches Großprojekt, das ihn die folgenden Jahrzehnte bis in die 30er Jahre hinein beschäftigen wird: „Die 3 Weltalter“. Bereits im April des folgenden Jahres lässt er das erste Buch über die Vergangenheit mit Einleitung setzen. In dieser frühesten Version knüpft Schelling unmittelbar an die bekannten Ausführungen aus der Freiheitsschrift (1809) und den Stuttgarter Privatvorlesungen (1810) an. Dabei bemüht er sich sowohl um eine neue Darstellungs- als auch Verständnisweise in der „Entwicklung eines lebendigen, wirklichen Wesens“, die mit der Vergangenheit Gottes beginnt.
Der sogenannte Weltalter-Druck von 1811 ist dank der Edition von Manfred Schröter im Wortlaut erhalten und bildet die Grundlage für den diesjährigen Sommerkurs am IUC Dubrovnik. Der fünftägige Kurs zielt darauf ab, in Form von Referaten, gemeinsamer Diskussion und Lektüre ausgewählter Textstellen tiefere Einblicke in den Text zu erarbeiten. Die Referate sollen dabei einzelne Abschnitte in ihrer Gesamtbedeutung und argumentativen Struktur erhellen.