Das Problem der Moralphilosophie im Anschluss an Kant

Das Problem der Moralphilosophie im Anschluss an Kant

Proseminar Jörg U. Noller, M.A.

Kants Moralphilosophie und seine Theorie der Freiheit als Autonomie wurden recht bald nach ihrem Erscheinen einer tiefgreifenden Kritik unterzogen. Das Ziel der Kantischen Moralphilosophie kann darin gesehen werden, einen Begriff einer praktischen Vernunft zu entwickeln, welche aus sich selbst heraus den Willen zu moralischen Handlungen zu bestimmen und motivieren vermag, ohne dabei auf „sinnliche“ Antriebe angewiesen zu sein. Eine solche Theorie hat Kant vor allem in seiner „Kritik der praktischen Vernunft“ und darin speziell in seiner Theorie des „vernunftgewirkten“ Gefühls der Achtung zu geben versucht. Wie ist jedoch moralische Zurechenbarkeit aufrecht zu erhalten, wenn Wille und praktische Vernunft, freie und moralische Handlungen letztendlich wie bei Kant als identisch begriffen werden? Wie kann damit noch ein Begriff der freien Person aufrecht erhalten werden, die auch für ihr unmoralisches Handeln zur Verantwortung gezogen werden kann?

Laufzeit: 19.04.2010 - 19.07.2010
Zeiten: Mo., 12:00 bis 14:00 c.t.
Ort: Geschw.-Scholl-Pl. 1 (E) - E 210