Promotionen

Moralität und Bewusstsein. Die Grenzen der Reflexionsphilosophie

Promotion Arthur Kok, M.A.
Laufzeit: 1.08.2008 - 1.08.2011

Ich untersuche, ob Hegels Begriff des absoluten Geistes den Dualismus zwischen Natur und Freiheit erfolgreich aufhebt. Der absolute Geist als die absolute Selbstverwirklichung der Freiheit fasst nicht bloß die Möglichkeit der Freiheit in Begriffen wie bei Kant, sondern auch ihre Verwirklichung. Der Begriff des absoluten Geistes gibt Hegel eine Möglichkeit, die Kant fehlt. Einerseits ist Kants Philosophie nicht in der Lage zu entscheiden, ob die Phänomene letztlich Illusionen sind oder nicht. Andererseits begründet Kant nicht, warum es trotzdem Gegenstände für uns gibt. Hegels Phänomenologie verspricht uns dagegen die Möglichkeit, die Dinge, wie sie wirklich sind, zu erkennen. Damit zeigt er, dass Phänomene keine Illusionen sind, sondern Substanz haben. Die Frage ist jedoch, ob Hegel seine Erweiterung zum absoluten Wissen gegenüber Kant verteidigen kann. Hat Hegel das Faktum der Vernunft als weitere praktische Begründung der transzendentale Deduktion richtig verstanden? Um dies zu prüfen, vergleiche ich Hegels Phänomenologie des Geistes mit Kants Kritik der praktischen Vernunft.

Amphibolie der Reflexionsbegriffe und Transzendentale Reflexion. Das Kapitel „Von der Amphibolie der Reflexionsbegriffe“ in Kants Kritik der reinen Vernunft

Promotion Michael Nerurkar, M.A.
Laufzeit: 1.01.2008 - 1.01.2010

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Kapitel »Von der Amphibolie der Reflexionsbegriffe« in Kants Kritik der reinen Vernunft, insbesondere mit der von Kant dort behandelten transzendentalen Reflexion.

L’opacité du sensible chez Fichte et Novalis. Recherches sur les théories et pratiques de l’imagination transcendantale dans leur mise à l’épreuve du langage.

Promotion Dr. Augustin Dumont
Laufzeit: 1.09.2007 - 1.03.2011

Untersuchung über die Beziehungen zwischen Sprache und Einbildungskraft in den Werken Fichtes und Novalis.

Hegels Begriff der Anerkennung als Modell für eine Gesellschaftstheorie der Gegenwart

Promotion Dr. Wibke Katharina Ehrmann
Laufzeit: 1.07.2007 - 1.09.2009

Vernunftsystem und Irrationalität - Die Funktionen des Grenzbegriffs des Irrationalen zwischen Epistemologie und Ideologie in den Systemphilosophien zwischen 1808 und 1818

Promotion Kai U. Gregor, M.A.
Laufzeit: 1.05.2007 - 1.05.2009

Die Dissertation untersucht die intime Verbundenheit von Vernunftsystem und dem Irrationalen an drei exemplarischen Entwürfen des Deutschen Idealismus: Fichtes wissenschaftliches System vollendet evidenter Selbstdurchsichtigkeit der Vernunft, Schellings monistische Existenzialanalyse der Freiheit und Schopenhauers Metaphysik eines irrationalen Lebenswillens. Die Arbeit untersucht in systematischer Interpretation, wie die Probleme des systemimmanenten Totalitätsanspruchs, der Verbindung von System und Irrationalität und einer systembedingenden Grundentscheidung jeweils thematisiert, begründet und überwunden werden. Dadurch werden entscheidende Fragestellungen der Moderne (Totalitarismus, Ideologie, Vernunftpessimismus) systematisch als auch historisch beleuchtet.

Individualität und Intersubjektivität in der Philosophie Johann Gottlieb Fichtes oder was ist eine Person?

Promotion Daniela Schmidt, M.A.
Laufzeit: 1.04.2007 - 30.09.2011

Legt man der Person Selbständigkeit und Individualität als Charakteristika zugrunde, wie es vor dem Hintergrund des Fichteschen Freiheitsverständnisses unerläßlich zu sein scheint, ergibt sich das Problem, welchen Platz sie innerhalb des notwendigen und geschlossenen Begründungszusammenhangs eines Systems einnehmen könnte. Kann die Einbettung der Person in ein System also überhaupt gelingen oder stehen sich beide Begriffe konträr gegenüber? Aufgabe und Ziel meiner Dissertation ist es, auf diese Frage eine Antwort zu geben, wobei insbesondere zu untersuchen ist, wie die Individualität der Person konzipiert wird, welche Art Freiheit bei Fichte zum Tragen kommt, ob die Intersubjektivitätstheorie einen Spiegel konkreter, alltäglicher Interaktionen bildet und inwiefern die Erkenntnis anderer Vernunftwesen als solcher sowie deren Kommunikation untereinander im monologischen Rahmen der Wissenschaftslehre erklärt werden kann.

Point de vue transcendantal et philosophie appliquée chez J.G.Fichte. Le perspectivisme transcendantal comme épistémologie critique de l’éthique appliquée

Promotion Quentin Landenne, M.A.
Laufzeit: 1.10.2006 - 1.10.2009

Bei Fichte ist das systematische Problem der empirischen (politischen) Anwendung des transzendentalen Standpunktes von der transzendentalen Perspektivität der Wissenschaftslehre sowohl spekulativ begründet als auch heuristisch dynamisiert. Dieser transzendentale Perspektivismus sollte aktualisiert und ergänzt werden, um die Grundlage einer kritischen Epistemologie der angewandten Ethik im politischen Bereich zu konstituieren.

Aberratio a centro. Das Böse bei F.W.J. Schelling (1809-1810)

Promotion Dr. Ana Carrasco-Conde
Laufzeit: 15.09.2006 - 25.06.2009

Die Dissertation untersucht das Problem des Bösen bei Schelling in der Freiheitsschrift (1809) und in den Stuttgarter Privatvorlesungen (1810). Um dieses Problem zu ergründen, benutzen wir die kantische Kategorie der Modalität, d.h. wir gehen der Möglichkeit, der Wirklichkeit und der Notwendigkeit des Bösen nach

Ungleiche Repräsentationsformen: Anschauung und Begriff bei Kant

Promotion
Laufzeit: 1.09.2006 - 1.08.2012

Ungleiche Repräsentationsformen: Anschauung und Begriff bei Kant. Die Inkommensurabilität von sinnlicher und diskursiver Vorstellung. Kants Theorie des ästhetischen Urteilens und frühromantische Ideen.

Projektives Bewusstsein. Th. Metzingers Selbstmodelltheorie und J.G. Fichtes Wissenschaftslehre

Promotion Prof. Dr. Patrick Grüneberg
Laufzeit: 1.04.2006 - 17.04.2012

Das Ziel des Dissertationsprojektes besteht in einer methodenkritischen Diskussion des Verfahrens der Objektivation, so wie dieses insbesondere in naturalistisch geprägten Erklärungsansätzen des Bewusstseins zum Zuge kommt. Geprüft werden soll, inwiefern dieses Verfahren dem Bewusstsein gerecht zu werden vermag. Diese kritische Bestandsaufnahme bildet den Ausgangspunkt für die Entwicklung einer idealrealistischen Dialektik.